Was ist der Sinn des Lebens?
Sich sowohl als das Ganze als auch als Teil des Ganzen erkennen.
Alle mystischen Schulen der großen Religionen und neuern spirituellen Systeme teilen einen gemeinsamen Grundgedanken. Den Gedanken, dass "Alles Was Ist" eins ist, sich der Mensch aber als etwas von diesem Ganzen getrennt Seiendes erlebt. Diesen Gedanken finden wir vom Hinduismus über die jüdische Kabbala, der mystische Schule des Islam bis hin zu den neuern spirituellen Lehren der Moderne. Dort als Gedanke der "Oneness". Er findet seinen Ausdruck auch in den Christusworten des Johannesevangeliums "Ich und der Vater sind eins, aber der Vater ist größer als ich."
Jeder noch so kleine Schritt des Menschen zur Überwindung dieser Trennung - sei er bewusst oder unbewusst - kann als sinnstiftend und erfüllend erlebt werden. Der spirituell Suchende aber wird sich irgendwann dem Ziel die Trennung zu überwinden und sich selbst als das Ganze und als Teil des Ganzen gleichzeitig zu erleben, voll und ganz verschreiben. Und wird er auch gelegentlich sein Ziel aus den Augen verlieren, wird er doch immer wieder auf diesen Weg zurückkehren. Er folgt seinem inneren Ruf.